Mehr Informationen zu der Burgruine Rudelsburg

Die Burgruine Rudelsburg

“An der Saale hellem Strande, stehen Burgen stolz und kühn …“ schrieb Franz Kugler 1826 auf der Rudelsburg. Von der Rudelsburg hat man einen phantastischen Blick über das Saaletal. Kein Wunder, dass die Burg zeitweise auch verschiedenen Adelsfamilien als Wohnsitz diente.

Die Burg wurde um das Jahr 1150 von dem Naumburger Bischof erbaut und wurde zum Schutz der Handelswege, der Via Regia, angelegt. Im Jahre 1288 ging die Rudelsburg in den Besitz des Thüringer Landgrafen über. Im Laufe der Jahre kam es entlang der Handelsstraße nach Naumburg immer wieder zu Überfällen auf Kaufleute. Daher entschloss sich der Naumburger Rat am 22. April 1348, die Burg anzugreifen. Die Belagerung dauerte ca. drei Monate an und es kam zu mehreren Beschädigungen.

Später im Jahr 1383 gelangte die Rudelsburg in den Besitz der Schenken von Vargula, 1445 sodann in den Besitz des Herzog Wilhelm von Meißen.

1641, zum Ende des Dreißigjährigen Krieges, wurde die Burg von den Schweden angegriffen, ausgeraubt und in Brandt gesetzt. Danach war die Rudelsburg nicht mehr bewohnt und verfiel, die Überreste wurden als Steinbruch benutzt. Heute ist nur noch der Kern der Burg zu sehen.

1848 kamen Korpsstudenten aus Leipzig und Jena auf die Rudelsburg und gründeten hier den Kösener Senioren Convent Verband (KSCV), den ältesten Dachverband der deutschen Studentenverbindungen. Nach sieben Jahren fand das erste Treffen der Korpsstudenten auf der Rudelsburg statt. Seit dem treffen sich die Korpsstudenten, seit 1995 wieder regelmäßig, jedes Jahr zu Pfingsten in Bad Kösen.

Weitere sehenswerte Denkmäler bei der Rudelsburg sind die Gefallenensäule, welche von den Korpsstudenten 1872 zu Ehren der im Deutsch-Französischen Krieg gefallenen Korpsstudenten errichtet wurde, der Obelisk, der zum Gedenken an den im Jahr 1888 verstorbenen Kaiser Wilhelm ebenfalls von den Korpsstudenten im Jahr 1890 errichtet wurde, das Bismarckdenkmal, welches zum 80. Geburtstag von Fürst Otto von Bismarck errichtet wurde, und das Löwendenkmal, welches 1926 unterhalb der Rudelsburg zum Andenken an die 2360 im Ersten Weltkrieg gefallenen Korpsstudenten erinnert.

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